50 Jahre Schachclub Stäfa (1960-2010)

Wie es zur Gründung des Schachklubs Stäfa kommt
Die Vorbesprechung vom Samstag, 29. Oktober 1960, wird von einer erfreulich grossen Anzahl Schachfreunden von Stäfa besucht. Nachdem die Durchführung des Winterturniers beschlossene Sache ist, wird aus der Mitte der Versammlung angeregt, einen Schachklub Stäfa zu gründen. Eine Dreierkommission wird mit den Vorbereitungsarbeiten betraut und die Gründungsversammlung auf Freitag, 18. November 1960, 20.15 Uhr, im Restaurant Verena in Stäfa festgesetzt. Durch grosszügige Spenden kann ein ansehnliches Spielmaterial erworben werden, so dass der äussere Rahmen für einen geregelten Spielbetrieb bereits geschaffen ist und der Start des zukünftigen Schachklubs Stäfa somit sehr erleichtert wird.

Gründung des Schachklubs Stäfa
Die gut vorbereitete Gründungsversammlung des Schachklubs Stäfa vom 18. November 1960 im Restaurant Verena trifft auf erstaunlich grosses Interesse. Nach der Beschlussfassung über die von einer kleinen Kommission ausgearbeiteten Statuten wird eine besonders abgefasste pergamentene Urkunde feierlich von allen Anwesenden unterzeichnet. Damit ist offiziell die Gründung vollzogen. Unter der geschickten Leitung des Seniors der Gründer, Otto Gätzi, werden die Wahlen in den Vorstand vorgenommen. Einstimmig wird Hauptinitiant Heinrich Zollinger zum Präsidenten bestimmt, und den ebenso beliebten Dr. Helmut Daum als Aktuar, Max Winter als Kassier, sowie Alfons Eschenlohr als Spielleiter und Willy Brunner als Materialverwalter. Der Mitgliederbeitrag wird auf Fr. 18.- pro Jahr für Aktive, Fr. 6.- für Junioren und Fr. 5.- für Passive festgesetzt.
Anschliessend an die Gründungsversammlung bot die Freinacht des Jahrmarktes in Stäfa Gelegenheit, für einige harte und lange Schachgefechte.

Die Jahre der Simultanvorstellungen (1961-1969)
Das erste Vereinsjahr wird vom Vorstand bewusst unter dem Bestreben nach Konsolidierung gehalten, weshalb nach dem überraschenden Mitgliederzuwachs darauf verzichtet wird, durch eine umfassende Werbung die Mitgliedschaft weiter zu fördern. Da keinerlei Erfahrungen im Austragen von Meisterschaften vorliegen, hält es der Vorstand für richtig, die Tätigkeit des Vereins auf einige Freundschaftsspiele, vor allem aber auf das klubinterne Winterturnier zu konzentrieren, welches vollrundig mit 20 Spielern durchgeführt wird. Mit Paul Nussberger kann ein würdiger und der erste Klubmeister gekürt werden.
Bereits im ersten Vereinsjahr 1961 ist der Schachklub Stäfa dem Schachverband Zürichsee beigetreten, der 1938 gegründet wurde.

1964 - Wegen Umbauarbeiten muss der Klub vom beliebten Säli im Restaurant Verena ins Restaurant Bahnhof umziehen.
Unser Senior Otto Gätzi stiftet einen Cup Mannschaftswanderpreis in Form einer schönen Zürcher Zinnkanne. Im Reglement wird der Schachklub Stäfa als Treuhänder dieses Cups eingesetzt. Herrliberg besucht als erster Herausforderer den Schachklub Stäfa. Die Stäfner verteidigen sozusagen mit Krallen und Zähnen den Cup und siegen verdient mit 10:5.
Der Otto Gätzi-Cup wandert dann in mehreren Turnierspielen und landet schliesslich 1965 in Thalwil.

1965 - Traditionsgemäss wird der Start in ein neues Vereinsjahr stets mit der Simultanvorstellung von Meisterspieler Alex Crisovan angekündigt und dies bereits seit der Gründung des Vereins.
An der GV 1965 legt Präsident Heinrich Zollinger, aus beruflichen Gründen, sein Amt nieder. Alle Versuche, ihn umzustimmen, blieben leider erfolglos. Der Aktuar spricht dem scheidenden Präsidenten den Dank seiner Vorstandskollegen und aller Mitglieder aus, für die von ihm seit der Gründung des Klubs geleistete Arbeit. Heinrich Zollinger ist nicht nur der eigentliche Initiant des Klubs, sondern seit dessen Gründung als Präsident auch dessen Seele. Seinem unermüdlichen Einsatz und seinem Wirken ist die stetige und erfreuliche Entwicklung des Klubs zu verdanken. Die besorgten Gemüter der Mitglieder beruhigten sich, als – nach guter Sitte – der Vizepräsident Dr. Helmut Daum sich bereit erklärt, in Zollinger's Fussstapfen zu treten.

Paul Keres in Stäfa
Die Grossmeister Paul Keres, David Bronstein und Salo Flohr bestreiten 1965 in der Schweiz eine Simultan-Tournee mit insgesamt 27 Veranstaltungen.
Durch die Initiative des neuen Präsidenten Dr. Helmut Daum kann Grossmeister Paul Keres am 14. Oktober 1965 zu einer Simultanvorstellung im Hotel Rössli in Stäfa gewonnen werden. Was für die Vereinsspieler von Stäfa und Gäste harte Geistesarbeit war, bedeutete für den Grossmeister ein - wie er sagte - „sehr gemütlicher Abend und ein Vergnügen“. Das Resultat spiegelt das Können des Gastes. An den 35 Brettern erreicht Keres 30 Siege und 4 Remis. Einzig Meisterspieler Trachsler aus Pfäffikon ZH kann einen Sieg realisieren. Rudolf Leutert (Schachklub Stäfa) und wohl jüngster Teilnehmer erkämpft sich mit einer sehr schönen und eleganten Spielweise ein Unentschieden. Heinrich Schiess (Schachklub Stäfa) erreicht mit unwahrscheinlicher Kampfkraft ein ewiges Schach gegen den Grossmeister. Mit dieser Partie ist nach dreieinhalbstündigem Kampf das Schlussresultat erreicht, das dem Grossmeister von allen Anwesenden einen sehr warmen und herzlichen und vor allem verdienten Beifall einträgt. Für alle Beteiligten Spieler, wie auch für die überraschend vielen Zuschauer, war jedenfalls das Gastspiel des überaus sympathischen Weltklassespielers Paul Keres ein genussreiches Erlebnis.


(E. Liniger)

Keres war ein estnischer Schachmeister und einer der stärksten Spieler des 20. Jahrhunderts. Er errang nie den Titel eines Weltmeisters, stellte aber einen Rekord dadurch auf, dass er Partien gegen neun Titelinhaber (alle von Capablanca bis Fischer) gewann. Keres starb im Juni 1975 in Helsinki im Alter von 59 Jahren an den Folgen einer Herzattacke.

1966 - Erneut muss der Klub auf die Suche nach einem neuen Lokal, in der Hoffnung im Restaurant Löwen das geeignete Klublokal für eine längere Zeit gefunden zu haben. Die Freude ist aber nur von kurzer Dauer. Ein Pächterwechsel zwingt uns erneut, neue Räumlichkeiten zu suchen. Eine Mitgliederversammlung bestimmt das Restaurant Seehof zum neuen Klublokal.
Die Trophäe des Otto Gätzi-Cups wird immer noch von Thalwil gehütet.
Die diesjährige Generalversammlung ist beherrscht von den Diskussionen um einen Beitritt zum Schweizerischen Schachbund (SSB). Schliesslich ringt sich die Mehrzahl der Anwesenden zu einem positiven Entscheid durch.

Grossmeister Salo Flohr im Schachklub Stäfa
Ähnlich wie im Vorjahr kann der Schachklub Stäfa wieder einen russischen Grossmeister – diesmal den ungekrönten „König der Simultanspieler“ Salo Flohr – für eine Simultanvorstellung verpflichten. Am 19. Oktober 1966 versuchen im Restaurant Bahnhof in Stäfa 25 unserer Spieler sich möglichst lange gegen den eifrig seine Runden drehenden Flohr zu halten; keinem gelingt ein Glanzerfolg. Walter Aeberli kann als Einziger ein ehrenvolles Unentschieden verbuchen.

1967 - Als Neuerung wird die Idee verwirklicht, einen Schachkurs für Damen einzuführen. Am 19. Oktober 1967 kann Paul Nussberger erstmals einige Damen begrüssen.

1968 - Wenn schon Damen, warum nicht auch Jugend, fragt man sich.
So avanciert Pfarrer Emil Bäumle im April 1968 zum Jugendtrainer und führt jeden Mittwochnachmittag einen Kurs mit ca. 5 Jugendlichen durch.
Die Trophäe des Otto Gätzi-Cups befindet sich leider immer noch in Thalwil. Auch der zweite Versuch vom Schachklub Stäfa ihren Otto Gätzi Becher zurückzuholen ist gescheitert.

1969 - Der in der Saison 1968 in der 2. Liga der SMM erfochtene Gruppensieg führte zum Aufstiegspiel gegen Rapperswil. Der äusserst spannende Match geht für uns nach einer anfänglich 3½ : ½ Führung nur knapp 3½ : 4½ verloren, nachdem in der Schlussphase diverse Nerven der langen Beanspruchung nicht standhielten.
In der SMM 1969 landet die erste Mannschaft in der 2. Liga mit 0 Punkten am Tabellenende. Mit einem eindeutigen Sieg in der Abstiegsrunde kann der Abstieg aber verhindert werden.
Auch die zweite Mannschaft belegt den enttäuschenden letzten Platz der Gruppe und muss in die 4. Liga absteigen.

Die Jahre der Präsidenten Rochaden (1970-1980)
Die 70-er Jahre erinnern besonders an die häufigen Rochaden im Präsidium - das Virus „Amtsmüdigkeit“ greift um sich. Die Amtszeiten der fünf Präsidenten Mario Walter, Peter Schmid, Dr. Helmut Daum, Hugo Ledermann, Heinz Disler und Präsidentin Sylvia Schladetzky sind jeweils nur von kurzer Dauer.
Vor 10 Jahren wurde der Schachklub Stäfa durch eine initiative Gruppe von Schachfreunden gegründet, von denen noch die Herren Brunner, Daum, Eschenlohr, Kupper, Meyerhans, Schermer, Winter, Wolter und Zollinger mehr oder weniger aktiv am Klubleben teilnehmen.
Am 21. November 1970 wird in einem festlichen Rahmen mit den Ehefrauen der zehnte Jahrestag der Gründung gefeiert.
Der unter der Leitung von Dr. Helmut Daum stehende Schachkurs wird mit einem Sondertraining der jungen Spieler durch unsere Aktiven mit einem Schlussturnier erfolgreich abgeschlossen. Vier der jungen Kursteilnehmer werden als Juniorenmitglieder in unseren Schachklub aufgenommen.

Schulschach in Männedorf und Stäfa

Der erste Schülerschachkurs findet im Winter 1969/70 an der Mittelstufe in Männedorf statt mit Unterstützung des Schachclubs Stäfa. Schulschach ist in der Schweiz ein Novum, sogar in der Int. Herald Tribune wurde darüber berichtet. 1974 fand nochmals ein Kurs in Männedorf statt, dessen Abschluss ein Simultanturnier mit dem aufstrebenden Beat Züger war. 1970 gehört in Stäfa das Schachspiel erstmals mit zum Schulprogramm. Dies ist der erste Versuch im Kanton Zürich, wahrscheinlich auch in der Schweiz an der Oberstufe einen Schachkurs durchzuführen. Von Interesse ist, ob Schach in der Oberstufe das Konzentrations- und Kombinationsvermögen sowie die Entschlusskraft der Kursteilnehmer günstig beeinflusst und wieweit es als Freifach geeignet ist. 25 Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Oberstufe besuchen im Winterhalbjahr 1970/71 den freiwilligen Kurs, der vom Schachklub Stäfa organisiert wird. Gleich von Anfang an sind die Schülerinnen und Schüler mit Feuereifer bei der Sache.

(Helmut Daum, Alfons Eschenlohr und ein weiteres Mitglied des Schachclubs Stäfa beim Schachunterricht
an der Mittelstufe in Männedorf, 1969/70)

1972 - „Es hat nicht sollen sein!“ Der Kampf um den Aufstieg in die Nationalliga B gegen SK Bodan geht am 16. Januar 1972 in Winterthur klar mit 2:6 verloren.

1974 - Das Spiellokal im Restaurant Seehof kann dem Schachklub nicht weiter zur Verfügung gestellt werden. Als Ersatz wird die Gemeindestube gefunden. Doch die jährlichen Mietkosten von Fr. 500 sind eine grosse Belastung für die Vereinskasse.
Am 27. März 1974 wird eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen. Aus beruflichen Gründen muss Präsident Peter Schmid von seinem Amt zurücktreten. Dr. Helmut Daum wird als neuer Präsident gewählt. Er erklärt aber auch, dass er die präsidialen Pflichten nur für zwei Jahre übernehmen werde.

1976 - An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 7. April 1976 gibt Dr. Helmut Daum seinen Rücktritt bekannt. Sylvia Schladetzky wird als neue Präsidentin gewählt.
Das Spiellokal wird von der Gemeindestube ins Schulhaus Obstgarten verlegt.
In der SMM können beide Mannschaften ihre Zugehörigkeit zur 2. bzw. 3. Liga bestätigen.
Der Otto Gätzi-Cup wird neu als Mannschaftsblitzturnier ausgetragen mit einer eher spärlichen Beteiligung. Die Trophäe wandert nach Erlenbach. In den weiteren Rängen befinden sich Rapperswil, Stäfa und Herrliberg.

1978 - Wieder einmal steht ein Wechsel des Klublokals bevor. Vom Schulhaus Obstgarten wird ins Restaurant Löwen gewechselt.
Doch die Zeit ist nur kurz im Löwen. Am 7. Januar 1978 fällt das Restaurant Löwen einem Brand zum Opfer. Das Spielmaterial kann unbeschädigt, nur ein wenig nass, gerettet werden.
Anschliessend beginnt die lange Ära im Gasthof zur Metzg. Unsere Spielabende im geräumigen Saal im 1. Stock werden neu auf den Donnerstag festgesetzt.
In diesem Jahr hat auch der Schachverband Zürichsee sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert - wo anders als auf dem Zürichsee?

1979 - Die letzte grosse Simultanvorstellung von Grossmeister Salo Flohr liegt bereits 13 Jahre zurück. Eine grosszügige Spende von Otto Weiersmüller ermöglicht es, im Juni 1979 eine weitere Simultanvorstellung zu organisieren, diesmal mit Vizeweltmeister Victor Kortschnoi. Ein Erfolgsresultat gegen den Vizeweltmeister konnte im Archiv nicht gefunden werden!

1980 - National und international wird der Name unseres Vereins hauptsächlich durch Sylvia Schladetzky mit ihren Einsätzen in der Damen-Nationalmannschaft und in gut besetzten Damen-Turnieren, sowie durch unseren Junior Urs Schwarz, dem Sieger des Regionalturniers Zürich, hochgehalten.

Die Jahre mit Licht und Schatten (1981-2000)
1981 steht eine wichtige Generalversammlung bevor, geht es doch um Sein oder Nicht-mehr-Sein des Schachklubs Stäfa. Seit längerer Zeit steckt der Klub in einer Krise, eine grosse Schachmüdigkeit scheint sich breitzumachen. Die Beteiligung an den Spielabenden ist zusammengebrochen, mehr als 3-4 Mitglieder sind nicht anzutreffen.

Im Mai 1982 muss Dr. Helmut Daum nach wenigen Monaten das Präsidium aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Gründungspräsident Heinrich Zollinger erklärt sich bereit das Amt bis zur kommenden GV zu übernehmen.

Im Mai 1983 findet eine Simultanvorstellung mit Werner Hug statt. Der Ex-Juniorenweltmeister gewinnt eindeutig und klar mit 20:0. Dies ist natürlich eine Enttäuschung, hat uns aber immerhin Armin Weidmann als neues Mitglied zugeführt.
Aus dem Hoffnungsschimmer des letzten Jahres zeichnet sich wieder Morgenröte an. Dies zeigt sich auch darin, dass Stäfa wieder mit zwei Mannschaften an den ZSMM und SMM teilnehmen kann.

1985 - Die Teilnahme an den Spielabenden ist wieder rückläufig. Vielen Mitgliedern fehlt das Bewusstsein, dass am Donnerstag Schachabend ist. Etwas Erfreuliches kann trotzdem verzeichnet werden; neue Aktivmitglieder, darunter Dr. Theodor Gut, können für den Verein gewonnen werden.

1986 - Das Vereinsjahr ist sehr ereignisreich verlaufen und darf vom Besuch der Spielabende her wieder als befriedigend bezeichnet werden.
Noch vor Ablauf des Vereinsjahres ist unser Gründungsmitglied und ehemals langjähriger Präsident Dr. Helmut Daum gestorben. Während 8 Jahren hat er den Klub mit Erfolg geführt. Der Schachklub Stäfa ist Dr. Helmut Daum für sein unermüdliches Wirken zu grossem Dank verpflichtet.

1988 - Erwähnenswert ist der Aufstieg in die 3. Liga der SMM.
Mit einem ganz besonderen Mannschaftswettkampf hat der Schachverband Zürichsee sein 50-jähriges Bestehen im Seedamm-Center feiern können. Stäfa 1 erzielt den 13. Rang; Stäfa 2 wegen vielen hoch verlorenen Wettkämpfen lediglich den 25. Rang.
Ende 1988 ergreift Jakob Hauser die Initiative und erstellt die erste Ausgabe des Schachbulletins des Schachclubs Stäfa. Die Schachbulletins erschienen in unregelmässigen Abständen mehrere Jahre lang.

1989 - In Verbindung mit der Schlussrunde der Zürichsee Einzelmeisterschaft kommt in Stäfa ein Schülerturnier zur Austragung, an welchem auch die beiden Söhne von Peter Lampart teilnehmen. Obwohl in beiden Schulhäusern von Stäfa Plakate angebracht und Programme verteilt werden, kann das Interesse der Stäfner Schüler für das Turnier nicht geweckt werden. Das Schachspielen ist in den Stäfner Schulen kein Thema mehr - die Schachbegeisterung Anfang der siebziger Jahre ist Geschichte.

1990 - Der Schachklub Stäfa hat mit Sylvia Schladetzki eine Schweizermeisterin. Sie gewinnt im Juli 1990 das Damenschachturnier in Arosa.
Adolf Heitzer will versuchen, den Otto Gätzi-Cup wieder zu aktivieren. Der Verbleib der Kanne muss aber noch eruiert werden.
Der Klub feiert sein 30-jähriges Bestehen mit der Durchführung eines Blitzturniers im Zusammenhang mit einem Jugendturnier.

1992 - Präsident Heinrich Zollinger, der während mehr als zehn Jahren hintereinander das Vereinsschiff mit grossem Geschick erfolgreich gesteuert hat, gibt altershalber seinen Rücktritt bekannt. Der scheidende Präsident wird von Dölf Heitzer mit einem Buchpräsent beschenkt und erhält von Walter Kunz im Namen des Vorstandes eine schöne Blumenschale. Dem Applaus der Anwesenden ist zu entnehmen, dass damit dem Klub und mit der gelungenen Wahl des neuen Präsidenten Jan Wrobel , ein Stein vom Herzen gefallen ist. Auch der scheidende Präsident ist sichtlich erleichtert und dankt bewegt dem Klub und dem wiedergewählten Vorstand.

1993 - Die Generalversammlung ernennt den abwesenden Heinrich Zollinger unter grossen Applaus auf Grund seines unermüdlichen Einsatzes für den Schachklub Stäfa zum Ehrenpräsidenten.

1997 - Mit der Unterstützung vom Schachklub Stäfa kann Ende November 1997 das 1. Phonak Schach Open in Stäfa durchgeführt werden.
Einen Höhepunkt bildet die eindrückliche Simultanvorstellung von Grossmeister Victor Kortschnoi an 30 Brettern mit 29 Siegen und nur einem Remis. Der Einzige, der ein Remis halten kann, ist der 13 jährige Clemens Sutter.
Das Phonak Schach Open zeigt anscheinend auch eine positive Wirkung auf die Jugend. Es gibt eine lebhafte Nachfrage von Schülern und Jugendlichen, die sich für einen Schachkurs interessieren. Unter der Leitung von Jan Wrobel und Armin Weidmann wird ein Einführungskurs mit Theorie und Spielpraxis für 6 begeisterte Jugendliche organisiert.

1999 - Die von Robert Jud überarbeiteten neuen Statuten werden von der GV mit grossem Applaus und Lob für den Verfasser einstimmig angenommen.

2000 - Im Millenium-Jahr 2000 organisiert der Schachklub Stäfa die Zürichsee Einzelmeisterschaft. 65 Teilnehmer kämpfen in den zwei letzten Runden im historischen Goethehaus in Stäfa um einen guten Schlussrang.
Aus beruflichen Gründen und Weiterbildung musst Jan Wrobel als Präsident zurücktreten. Sechs Jahre hat Jan Wrobel das Geschick des Vereins erfolgreich geleitet.
Jürg Fröhling wird einstimmig und mit grossem Applaus zum neuen Präsidenten gewählt.
Zum Ausklang der GV setzt sich Armin Weidmann ans Klavier und spielt das Präludium und Fuge Nr. 1 in C-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach.

Die Jahre des Jugendschachs (2001-2010)
Mit der Einführung eines Verein-Logos und dem Internetauftritt werden das Erscheinungsbild des Schachclubs Stäfa aufgefrischt und als aktiver Schachclub präsentiert. Im gleichen Zuge wird auch die Bezeichnung „Klub“ durch das modernere „Club“ ersetzt. Diese Schreibweise war im Verein schon in den 80-er Jahren anzutreffen.
Präsident Jürg Fröhling organisiert einen Freundschaftswettkampf gegen den Schachclub Dietikon, den wir mit 13½ : 6½ klar verlieren.
In der ZSMM gewinnt unsere erste Mannschaft die Kategorie A und steigt in Meisterklasse auf.

2002 - Nach längerem Unterbruch wird das jährliche Schachessen in der Metzg wieder aktiviert und soll in Zukunft im Vereinsprogramm einen festen Platz bekommen.
Auch der 2. Freundschaftswettkampf zuhause gegen den Schachclub Dietikon geht leider mit 8:14 verloren.
In der SMM hat Stäfa das Aufstiegsspiel gegen Pfäffikon ZH souverän mit 5½ : ½ gewinnen können und steigt in die 3. Liga auf.

2003 - Am dritten Sportcamp für Meilemer Schüler und Schülerinnen kann der Schachclub zum ersten Mal einen Schachkurs anbieten.
Aus heutiger Sicht war unser Mitmachen am Sportcamp die eigentliche Initialzündung für das heute erfolgreiche Jugendschach im Schachclub Stäfa .

2004 - Das Jahr steht ganz im Zeichen der Jugendschachförderung. Neben dem bereits bekannten Sportcamp Meilen, an dem sich der Schachclub Stäfa zum zweiten Mal beteiligt, können wir auch am freiwilligen Schulsport Meilen und mit einem Schachkurs an der Oberstufe Uetikon den Schülern das königliche Schachspiel näher bringen.
Ein weiters Highlight ist die Simultanvorführung von Beat Züger in der Metzg mit anschliessendem Apéro. Auf Stäfner Seite gibt es zwei erfolgreiche Resultate zu vermelden, Jes Caspersen kann einen Sieg und Rudolf Hunziker ein Remis gegen Beat Züger verbuchen.
Unter dem Patronat des Schachverbands Zürichsee (SVZS) wird der erste Zürichsee-Schach-Grand-Prix für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. Die einzelnen Turniere werden von den Mitgliedervereinen organisiert. Die Siegerin bzw. der Sieger wird mit dem Titel „Zürichsee-Jugendmeister“ versehen.
Der Schachclub Stäfa organisiert im Dezember 2004 für 59 Kinder und Jugendliche das dritte Turnier in diesem Grand-Prix im Restaurant Alte Krone in Stäfa. Diese Rekordteilnehmerzahl sprengt fast den Rahmen der Organisatoren. Die befreundeten Schachklubs rund um den Zürichsee sind sofort bereit, mit den notwendigen Brettern, Figuren und Uhren auszuhelfen.


(Karl Eggmann)

In der Schlussrangliste rangieren vier Spieler mit je 6 Punkten an der Spitze. Sogar die Buchholzwertung bringt keine Entscheidung, erst durch die Summe der Buchholzzähler kann Kilian Eichmann als Sieger ausgerufen werden. Ausgezeichneter Zweiter wird Frederik Caspersen aus Meilen. Frederik ist zugleich bester U-12 Spieler. Alex Brunschwiler aus Thalwil (U-12) belegt den 3. Rang.

2005 - Dank der grossartigen Initiative von Jes Caspersen (Jugendleiter), kann der Schachclub Stäfa im Januar 2005 den Jugendschachclub Meilen/Stäfa als Teil des Schachclubs Stäfa aufbauen. Dies ist zum grossen Teil auch unserer Nachwuchsarbeit am Sportcamp Meilen zu verdanken, an dem wir nun schon seit 3 Jahren aktiv teilnehmen und interessierten Kindern die Möglichkeit geben, das Schachspiel näher kennen zu lernen.
Sehr erfreulich – wie in den letzten Jahren – ist die freundschaftliche Atmosphäre im Verein und die immer gut besuchten Spielabenden im Gasthof zur Metzg.

2006 - An der Zürichsee Mannschaftsmeisterschaft 2006 wurde unsere 1. Mannschaft in der Kategorie A Gruppensieger und kann somit im nächsten Jahr in der Meisterklasse um den ZSMM-Meister kämpfen.
Die Mitgliederzahl erreicht einen neuen Höchststand mit 61 Aktiven, davon 22 Junioren U-16.
Das Jugendschach ist sehr beliebt und wird gut besucht, dies ist natürlich nur möglich, dank dem grossen Einsatz und Initiative einzelner Mitglieder. Weitere freiwillige Leiter müssen dringend gesucht werden.

2007 - Das traditionelle Phonak Schach Open mit 216 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (davon 3 GM, 9 IM und 5 FM) wird zum elften und leider letzten Mal durchgeführt. Seit 1997 gehörte das Phonak Schach Open zu den bestbesuchten Schnellschach Open der Schweiz.

2008 - Das 2005 ins Leben gerufene Juniorenschach bereitet seit einiger Zeit Probleme. Die grösste Schwierigkeit ist nach wie vor genügend Leiter für das Jugendschach zu finden.
In sportlicher Hinsicht erklimmen wir zurzeit keine Berge, in der Meisterklasse der Zürichsee Mannschaftsmeisterschaft wird der Abstieg mit einem 5. Rang knapp verhindert. Die Mannschaft in der Kategorie B erreicht nur den letzten Rang und steigt ab in die Kategorie C. Auch der 3. Mannschaft kann nicht glänzen und erreicht nur den 5. Rang.
Erfreulich ist, dass unsere Jugendmannschaft die Kohlen aus dem Feuer geholt hat und in der Kategorie D der Zürichsee Mannschaftsmeisterschaft mit 2 Punkten Vorsprung den Siegerpokal gewinnt!

(Karl Eggmann)

2009 - Wir können einmal mehr ein abwechslungsreiches Vereinsjahr verzeichnen, das uns auch mit zusätzlichen Aufgaben, wie das Suchen nach einem neuen Spiellokal und den Vorbereitungsarbeiten für unser 50-jähriges Jubiläum beschäftigt hat.
Nach 30 Jahren müssen wir leider unser vertrautes Spiellokal in der Metzg wegen Umbauarbeiten aufgeben. Wir haben unzählige, angenehme und gemütliche Spielabende und andere Anlässe im Saal erleben dürfen. Oskar Bachmann war uns sehr wohlgesinnt und wir möchten ihm für die grosszügige Gastfreundschaft ganz herzlich danken.
Seit dem 1. April 2009 können wir den zentral gelegenen Sonnenwies-Saal als Spiellokal benützen.
Die erste Mannschaft kann sich in der 2. Liga der SMM leider nicht behaupten und landet auf dem letzten Rang, das ist gleichbedeutend mit dem Abstieg in die 3. Liga.
Der Schachclub Stäfa hat die vierte Runde des Zürichsee-Schach Grand Prix organisiert. Unsere Junioren haben ausgezeichnet mitgespielt und erscheinen in der Gesamtwertung ganz vorne. Frederik Caspersen kann sich den Titel als Zürichsee Jugendmeister sichern. Benjamin Brandis erreicht in der Schlussrangliste den guten 3. Rang.
Am Jugendturnier der SG Zürich ist Stäfa mit einer grossen Anzahl Spielern angetreten. Die ganze Elite von Zürich spielt mit und unsere Junioren haben erfolgreich zugeschlagen. Tim Gucher gewinnt die Kategorie U-12, Benjamin Brandis erreicht den 5. Rang, Frederik Caspersen gewinnt die Kategorie U-16 und Cliff Li erreicht den 4. Rang. Ein grosses Lob an unsere Junioren.

2010 - Der Schachclub Stäfa wird am 18. November 2010 sein 50-jähriges Bestehen feiern können. Aus Anlass des Jubiläums organisiert er die Zürichsee Einzelmeisterschaft 2010 mit einer Rekordbeteiligung von 63 Schachspielern aus der Region Zürichsee.

(Karl Eggmann)

Auch das Jugendschach Stäfa feiert sein 5-jähriges Jubiläum. Jeden Samstag während der Schulzeit wird im Schulhaus Dorf in Meilen 1½ Stunden Schach gespielt. Das Spiel steht im Vordergrund, das Ziel ist aber auch die Kinder mit kurzen Aufgaben, Übungen und Theorie weiterzubringen. Diese Förderung findet stufengerecht in drei Gruppen statt vom Anfänger bis zur Elite. Und das mit Erfolg, die besten Spieler behaupten sich nicht nur regional in den Jugendschachturnieren des Schachverbandes Zürichsee, sondern auch auf nationaler Ebene.